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Friedrich-Schorling-Stiftung

Die Friedrich Schorling Stiftung – Philosophie und Ziele

Die Friedrich Schorling Stiftung war im Rahmen einer Bauherrengemeinschaft an der Entstehung von „Aja's Gartenhaus“ mitbeteiligt.Sie hat den Ausbau der Dachetage konzipiert und finanziert, um dort auf unkonventionelle Weise zugleich ein neuartiges Stiftungsverständnis und einen neuen Wohn- und Sozialimpuls zu verwirklichen, der zu kreativen Lösungen der absehbaren demographischen Herausforderungen ermutigen soll.
Im Dachgeschoss sind für eine aus neun Individualisten bestehende Gemeinschaft („Wohngruppe unterm Dach in Aja's Gartenhaus GbR“) neun abgeschlossene Eineinhalb-Zimmer-Wohnungen sowie ein zusätzlicher Versammlungs- und Gemeinschaftsraum entstanden, die im Sommer 2007 bezogen wurden. 
Der Friedrich Schorling Stiftung geht es nicht darum, vornehmlich Zinserträge zu erwirtschaften und diese „gemeinnützig“ zu verwenden, sondern sie wirkt unmittelbar gemeinnützig, indem sie das Stiftungsvermögen investiert hat. Auf diese Weise ermöglicht sie eine sinnvolle Lebensperspektive für ältere Menschen, die in ihrer Biographie statt finanzieller Ersparnisse „nur“ soziale Fähigkeiten ausbilden konnten:
So werden die in Aja's Gartenhaus entstandenen Wohnungen zum Selbstkostenpreis Menschen zur Verfügung gestellt, die sich bereiterklären, zusätzlich einen „sozialen Miet-Zins” zu entrichten, indem sie sich zu verbindlichem und dauerhaftem Bürgerschaftlichen Engagement verpflichten.   

  • Sie tun dies in Form von gegenseitiger Nachbarschaftshilfe, auch im Not- und Krankheitsfall; damit bilden sie ein eigenverantwortliches soziales Sicherungssystem.
  • Sie arbeiten ehrenamtlich in den verschiedenen Bereichen des Hauses Aja Textor-Goethe und Aja's Gartenhaus – sei es in der sozialen Begleitung von bedürftigen Bewohnern, oder in der Unterstützung von Verwaltung und Organisation. Zugleich wollen sie weitere Menschen für ehrenamtliche Tätigkeit gewinnen und mit ihnen ein tragfähiges Netzwerk aufbauen. Damit steigern sie die Lebensqualität vieler alter und kranker Menschen und entlasten zugleich die Mitarbeiter.
  • Im Zuge der Zusammenarbeit mit dem Haus Aja Texor-Goethe entsteht ein dauerhafter menschlicher und fachlicher generationen-übergreifender Arbeitszusammenhang, außerdem ein kontinuierlicher Austausch und Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamt. 

Der Selbstkostenpreis der Wohnungsnutzung ist so kalkuliert, dass daraus nicht nur Betriebskosten und Werterhaltung finanziert, sondern auch Rücklagen zur Ablösung von Darlehen sowie Mittel zur Wahrnehmung der Stiftungsaufgaben erwirtschaftet werden können.
Durch die finanzielle Uneigennützigkeit der Stiftungsgründer entsteht bereits zu Beginn neutralisiertes Wohneigentum, das auf Dauer dazu verwendet werden soll, engagierte Menschen in die Lage zu versetzen, für andere tätig und wirksam werden zu können.
Mit diesem Konzept ist eine dauerhafte Grundlage geschaffen für gesellschaftlich dringend benötigte gemeinnützige Arbeit sowie lebendig praktizierte Unterstützung öffentlicher Einrichtungen. 
Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder von einer Zukunft, die wir wollen.
Wilhelm Ernst Barkhoff

Dieser Spruch steht über dem Leitbild der Friedrich Schorling Stiftung, das traditionsgemäß zu Beginn jeder Stiftungsversammlung vorgelesen wird.