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ein Ort des LebensSonnengartenlebendige AlterskulturWeiterbildung

Ehrenamt

Das "Ehrenamt" oder - wie es neuerdings auch genannt wird - das "bürgerschaftliche Engagement" ist aus dem Haus Aja Textor-Goethe nicht mehr wegzudenken.
Neben dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bewohner des Hauses (mehr als 30!) arbeiten zur Zeit ca. 50 "externe" Ehrenamtliche in verschiedenen Bereichen. Gerne erweitern wir diesen Personenkreis vor allem im Bereich der Einzelbetreuung schwerstpflegebedürftiger oder dementer Bewohner. Aber auch in unserer Küche, im Garten und in der Hauswirtschaft sind ehrenamtliche HelferInnen stets herzlich willkommen: Im Esrtgespräch mit einer unserer beiden Ehrenamts-Beauftragten finden Sie schnell heraus, welche Aufgabe zu Ihnen passt. Und natürlich werden Sie darauf angemessen vorbereitet und auch während Ihrer Tätigkeit weitergebildet.
Folgende Leistungen können Sie als ehrenamtliche/r Mitarbeiter/-in bei uns erwarten:

  • - Integration im Team des jeweiligen Bereiches
  • - Übernahme der Fahrtkosten
  • - freies Mittagessen an ihren Arbeitstagen
  • - Teilnahme an Fortbildungen
  • - Einladungen zu Betriebsauflügen und Weihnachtsfeiern
  • - jährlicher gemeinsamer "Ehrenamts-Ausflug"
  • - Jahrestreffen zum gegenseitigen Austausch der Erfahrungen
  • - bei Bedarf Einzelgespräche

Ein Beispiel für Erfahrungen, die ehrenamtliche MitarbeiterInnen im Haus Aja Textor-Goethe sammeln, können Sie dem nachstehenden Bericht entnehmen.

Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ergeben, dass sich rund 22 Millionen Menschen in unserem Land ehrenamtlich engagieren, das heißt bei 66 Millionen Bundesbürger: jeder 3. Bürger über 14 Jahren übernimmt freiwillig eine Aufgabe ohne dafür bezahlt zu werden.

Im Laufe der Zeit hat das Ehrenamt eine Wandlung erfahren. Standen früher mehr die altruistischen Motive, wie "etwas für das Allgemeinwohl tun", "anderen Menschen helfen wollen" im Vordergrund, so ist man heute der Meinung, dass Ehrenamt vor allem auch Spaß machen muss.
Ehrenamtliches Engagement gibt die Möglichkeit, seine freie Zeit sinnvoll zu gestalten, Menschen kennen zu lernen (z.B. im Rahmen des gemeinsamen jährlichen Ausflugs), sich persönlich weiter zu entwickeln… Viele Menschen berichten auch, dass ihnen ihre ehrenamtliche Tätigkeit geholfen hat, eine Lebenskrise zu überwinden.

Preisverleihung für vorbildliche Integration des Ehrenamts

Am 29. April 2008 wurde dem Haus Aja Textor-Goethe von der Frankfurter Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld der Altenhilfepreis der Stadt Frankfurt verliehen.

Anlass für diese alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung war das Programm „Aufbau eines quartierbezogenen Freiwilligenmanagements“, mit dem gezielt Mitbürger aus dem Stadtteil zu ehrenamtlichem Engagement ermutigt wurden, um sie in den Alltag des Neubauprojekts Aja’s Gartenhaus einzubinden. Leitmotive für das Projekt waren: Alltagsnormalität (für die Bewohner), Kooperation (zwischen Pflegeexperten und interessierten Bürgern), Stadtteilorientierung, Alterskultur, professionelle Koordination, Selbstorganisation und bauliche Verankerung des bürgerschaftlichen Engagements (Wohnraum für bürgerschaftlich Engagierte in der Dachetage).

Die vier überschaubaren Wohngruppen für je acht Menschen mit Demenz in Aja's Gartenhaus eignen sich in besonderer Weise für den Einsatz von freiwilligen Helfern unterschiedlichster Vorkenntnisse und Altersgruppen. Rund 25 Ehrenamtliche sind seit Eröffnung von Aja’s Gartenhaus im Juli 2007 dort regelmäßig tätig.

Durch die Anwesenheit der Ehrenamtlichen - wöchentlich verbringen sie ca. 50 Stunden mit den Bewohnern - sind die Bewohner besser in das Stadtteilleben eingebunden, ihre Lebensqualität ist spürbar bereichert. Aktivitäten wie gemeinsames Spazierengehen im benachbarten Sinaipark, Einkaufen in den lokalen Geschäften, Teilnahme an Gottesdiensten der Kirchengemeinden im Stadtteil oder den Besuch von Veranstaltungen im benachbarten Rudolf Steiner Haus sind ohne den Einsatz von Freiwilligen nicht denkbar.

Daneben bereichern die Ehrenamtlichen die Bewohner auch in ihren Wohngruppen regelmäßig durch gemeinsames Backen oder andere Haushaltsaktivitäten, Klavier spielen, vorlesen, erzählen, zuhören  und vieles mehr.